Dienstag, 6. September 2011

Rufus Rakete und die Piratenblut-Bande

Erhard Dietl hat sich – auch bei uns – mit den Olchis einen Namen gemacht. Als Urlaubslektüre zum Vorlesen gab ich seinem Rufus Rakete eine Chance.

Inhalt

Rufus kann rennen wie eine Rakete. Zum Glück! Denn nur so entwischt er den drei üblen Kerlen, die ihm und seinem Onkel Oskar in den Ferien auflauern. Sie sind hinter Oskars geheimnisvoller Schatzkarte her. Dabei schrecken sie nicht einmal davor zurück, Oskar zu entführen.

Dietl erzählt eine spannende Geschichte für Kinder, die viele bewährte Versatzstücke enthält: Den schrulligen Onkel, die oberbösen aber auch ziemlich dämlichen Ganoven, die im Buch immer nur Gorillas genannt werden, etwas unterbelichtete Dorfpolizisten und vor allem ein paar clevere Kinder.

Dabei ist die Geschichte zweigeteilt. Zuerst lernen wir Rufus und seinen Onkel kennen, erst nach einer Weile tauchen die Gorillas und die rettende Piratenblutbande auf. Die Entführung Oskars ist dann nur der erste Höhepunkt, danach folgt noch ein Wettrennen um den Schatz.

Und zwischen diesen Höhepunkten gönnt Dietl sich und den Lesern eine Verschnaufpause, die vielleicht einen Ticken zu lang ausgefallen ist. Dann nimmt die Geschichte aber wieder Fahrt auf, kann aber im zweiten Teil nicht ganz an die Spannung in Sachen Entführung anknüpfen.

Persönliche Meinung (4 von 5 Sternen):
Bewährte Abenteuerkost für Kinder, das trifft es wohl am besten. Allerdings hat man ein wenig den Eindruck, dass die Geschichte ihr Pulver in der ersten Hälfte über Gebühr verschießt und danach nicht mehr so richtig auf Hochtouren kommt. Dennoch ein guter Mix aus Spannung und Humor, (vor-)lesenswert.

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