So wirklich packen konnte mich der
zweite Teil der Askir-Serie nicht mehr und so ist mehr als ein Jahr
vergangen, bis ich nun endlich Teil 3 gelesen habe. Geht es wieder
aufwärts mit meiner Begeisterung?
Inhalt
Auf der Suche nach Verbündeten im Kampf gegen den zerstörerischen Thalak hat es den Krieger Havald, die Halbelfe Leandra und ihre Gefährten in den Wüstenstaat Bessarein verschlagen. In der sengenden Hitze des exotischen Landes müssen sie zunächst Havalds Geliebte Leandra aus den Fängen skrupelloser Sklavenhändler befreien - und geraten dabei mitten in die Wirren des Thronfolgestreits, der die Hauptstadt Gasalabad erschüttert. Eine entscheidende Rolle spielt dabei ein magisches Artefakt - das Auge von Gasalabad. Wird es den Gefährten gelingen, endlich den Weg ins Reich Askir zu finden?
Die ersten Mängel des Buches fielen
mir sofort auf. So gibt es zwar ein „Was bisher geschah“, dies
ist aber so knapp gehalten, dass es mir kaum auf die Sprünge half.
Die sehr grobe Zusammenfassung hatte ich soweit auch noch parat.
Schaut man dann in die Liste der Personen, um sich wieder
zurechtzufinden, wird einem dort unnötigerweise ein Geheimnis, das
erst gegen Ende gelüftet wird, vorweggenommen.
Davon ab bietet Schwartz wieder eine
ganz ähnliche Mischung wie in Teil 2. Tolle Beschreibungen, gut
ausgearbeitete Charaktere, aber wenig Action und dafür umso mehr
Intrigen und Ränkespiele. Insgesamt kommen die Gefährten in Teil 3
nur ein Trippelschrittchen in Richtung Askir voran und man merkt
deutlich, dass der Autor nach dem Erfolg der ersten beiden Teile hier
eine Warteschleife eingebaut hat, um die Welle auszureiten.
Ursprünglich war Askir nämlich wohl als Trilogie gedacht.
Die Verlängerung tut dem Buch nicht
gut. Auch wenn es nur 350 Seiten hat und der Autor noch so
atmosphärisch erzählt, kann das nicht darüber hinwegtäuschen,
dass abgesehen von einem überraschenden Finale nicht viel passiert.
Persönliche Meinung (3 von 5
Sternen)
Ich bin hin- und hergerissen. Schwartz
schreibt packend und spannend, ohne Frage, aber der Plot ist zäh und
am Ende sind nicht nur die Helden kaum schlauer als vorher. Da auch
Teil 4 noch in Gasalabad spielt und sich weiter um die Ränkespiele
dreht, die in Teil 2 und 3 Hauptthema waren, bin ich auf das
Weiterlesen nicht sonderlich erpicht – will aber andererseits auch
nicht wieder nach einem Jahr dauernd die Stirnrunzeln, weil ich den
Inhalt der vorhergehenden Teile vergessen habe. Mal sehen, wann ich
weiterlese.

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