Drei Monate nach dem ersten Teil führte
ich mir nun die Fortsetzung zu Gemüte. Räumt er mit den Schwächen
des Auftaktbandes auf?
Inhalt
London 1897. Das Leben von Jonathan Kentham ist nicht mehr das, was es mal war. Als unfreiwilliger Erbe der Macht des verstorbenen Lordmagiers Dunholm wird er in einen Kampf zwischen zwei Magierfraktionen verstrickt. Der Usurpator Wellington hat mit seinen Gefolgsleuten die Macht an sich gerissen und die Anhänger Dunholms eingesperrt, darunter Jonathan und dessen dandyhaften Magierfreund Jupiter Holmes. Den beiden läuft die Zeit davon, denn sie müssen unbedingt das Siegel von Atlantis schließen, bevor die Magie die Welt ins Chaos stürzt. Doch Hilfe naht von unerwarteter Seite.
Der Autor knüpft da an, wo der
Vorgänger aufhörte und konsequenterweise wird auch die
Kapitelzählung bei 14 fortgesetzt. Ein Mittelteil ist da ja oft eine
zwiespältige Sache. Mal sind es die Spannendsten, mal zeigen sie
aber auch nur überdeutlich, dass die Geschichte unnötig in die
Länge gezogen wurde. Gegen die Zeit hat ein bisschen von beidem.
Einerseits kommt die Geschichte zu
Beginn nicht so wirklich in Fahrt, es werden nochmal neue Charaktere
eingeführt und der Zeppelin auf dem Cover bekommt auch seinen
Auftritt. Dann aber zieht Perplies die Spannungskurve an und schafft
es auch ohne weitere Hänger bis zum Ende, dass wiederum offener kaum
sein könnte.
Die Zahl der handelnden Personen wird
nach und nach reduziert, dennoch braucht man das Personenregister
wieder, vor allem die zum Teil sehr ähnlichen Namen wie Crandon,
Cutler, Carlyle und Crowley machen die Orientierung nicht eben
einfacher.
Stilistisch bleibt der zweite Teil dem
ersten treu, die Sprache bleibt also der Zeit entsprechend etwas
gestelzt, der Humor wurde etwas zurückgefahren, dafür kommt das
Szenario insgesamt düsterer daher.
Persönliche Meinung (3 von 5 Sternen):
Das Buch hat seine spannenden Passagen,
allerdings hatte ich mir vom zweiten Teil gerade zu Anfang weniger
Leerlauf erhofft. Schon jetzt läuft alles auf das unvermeidliche
Finale hinaus, wobei man sich schon fragt, was da noch passieren
soll. Dennoch lese ich erstmal was anderes, was auch zeigt, dass mich
die Magierdämmerung nicht voll in ihren Bann zu schlagen vermochte.

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